Byways
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Haftungsausschluss und Nutzungshinweise

Stand: August 2026

Das Wichtigste in drei Sätzen

Byways gibt Auskunft nach bestem Wissen, aber es ist keine Rechtsberatung. Die Beschilderung und die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort haben immer Vorrang vor jeder Anzeige in der App. Ob du einen Weg befährst, entscheidest allein du — und trägst dafür die volle Verantwortung.

1. Worauf die Rechtsauskunft beruht

Byways stuft jeden Weg anhand der Daten von OpenStreetMap ein, einem offenen, von Freiwilligen gepflegten Kartenwerk. Diese Daten sind an vielen Stellen hervorragend und an vielen Stellen lückenhaft. Für die Frage, ob ein Weg mit einem Kraftfahrzeug befahren werden darf, ist die Lücke die Regel und nicht die Ausnahme: Die große Mehrheit der Feld- und Waldwege trägt in OpenStreetMap überhaupt keine Angabe zum Kfz-Zugang.

Übliche Navigationsdienste werten ein fehlendes Merkmal stillschweigend als „erlaubt“. Byways tut das ausdrücklich nicht, sondern führt „ohne Angabe“ als eigene, erkennbar gekennzeichnete Kategorie. Was die App dir zeigt, ist deshalb eine Einschätzung auf Basis unvollständiger Daten — keine Feststellung der Rechtslage.

2. Die Beschilderung vor Ort gilt

Ein Verkehrszeichen, eine Schranke, ein Verbotsschild oder eine Absperrung am Weg ersetzt jede Angabe in der App und schränkt sie in ihrer Gültigkeit nicht ein, sondern hebt sie auf. Weichen Anzeige und Wirklichkeit voneinander ab, gilt ausnahmslos die Wirklichkeit. Das gilt auch dann, wenn ein Weg in der App als frei befahrbar dargestellt wird.

Schilder werden aufgestellt, versetzt und entfernt, ohne dass das je in einer Datenbank landet. Ein Weg, der gestern offen war, kann heute gesperrt sein.

3. Mit dem Fahrrad gilt der umgekehrte Grundsatz

Byways beantwortet die Frage „darf ich hier fahren?“ für zwei Fahrzeuge, und die Antworten fallen gegensätzlich aus. Was oben steht, gilt für das Motorrad. Für das Fahrrad ist der Grundsatz umgekehrt: Das Betreten des Waldes zur Erholung ist gestattet, und Radfahren ist dabei erlaubt — allerdings nur auf Straßen und Wegen, nicht querfeldein (§ 14 Bundeswaldgesetz).

Die sechzehn Landeswaldgesetze führen das unterschiedlich aus. Manche Länder knüpfen das Radfahren an Eigenschaften des Wegs, etwa seine Breite oder Befestigung. Byways kennt diese Unterschiede nicht im Einzelnen und zeigt die bundesweite Grundregel.

Die Datenlücke dreht sich mit um. Ein ausdrückliches Radverbot ist in OpenStreetMap selten kartiert — es steht auf rund einem Prozent der Wege. Zeigt die App einen Weg für das Fahrrad als frei an, heißt das vor allem, dass dort kein Verbot eingetragen ist. Nicht, dass keines gilt.

4. Das Befahrungsrecht ist Ländersache

In Deutschland ist das Betreten und Befahren von Wald und freier Landschaft in den Landeswaldgesetzen, Landesnaturschutzgesetzen und Feld- und Forstordnungsgesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt. Der Grundsatz ist bundesweit ähnlich — Wald- und Feldwege sind für Kraftfahrzeuge in aller Regel gesperrt, für Fahrräder auf Wegen dagegen in aller Regel frei — aber Ausnahmen, Begriffsbestimmungen und Bußgeldrahmen unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.

Die Einordnung in Byways ist auf die allgemeine deutsche Rechtslage geeicht und berücksichtigt landesrechtliche Besonderheiten nicht im Einzelnen. In Grenzfällen kann sie deshalb von dem abweichen, was in deinem Bundesland tatsächlich gilt. Außerhalb Deutschlands gelten ohnehin andere Regeln, die Byways nicht abbildet.

5. Privatgrund und Naturschutz

Viele Feld- und Waldwege sind Privateigentum. Auch ein öffentlich zugänglicher Weg berechtigt nicht ohne Weiteres zum Befahren mit einem Kraftfahrzeug. In Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Nationalparks und Naturschutzgebieten gelten zusätzliche, oft weitergehende Beschränkungen, die Byways nicht vollständig kennt.

Das gilt für das Fahrrad genauso. Privatgrund bleibt Privatgrund, und Schutzgebietsverordnungen können das Radfahren auch dort einschränken, wo das Landeswaldgesetz es erlauben würde — bis hin zu Wegegeboten für einzelne Routen.

Nimm Rücksicht auf Anwohner, Land- und Forstwirtschaft, Wildtiere und andere Erholungssuchende. Fahre langsam, wo Menschen zu Fuß unterwegs sind, und meide Wege bei Nässe, wenn du sie beschädigen würdest.

6. Sicherheit und Fahrverhalten

Du bleibst jederzeit allein verantwortlich für eine sichere, den Verkehrsregeln entsprechende und den Verhältnissen angepasste Fahrweise. Insbesondere gilt:

7. Beta-Status

Byways befindet sich in einer geschlossenen Testphase. Die App wird ohne Gewähr für Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit oder Vollständigkeit bereitgestellt. Funktionen können sich ändern oder entfallen, der Dienst kann zeitweise oder dauerhaft nicht erreichbar sein, und gespeicherte Daten können verloren gehen. Das Routing-Profil ist bislang nur in einem begrenzten Gebiet praktisch erprobt; die Qualität der Vorschläge kann andernorts deutlich abweichen.

8. Haftung

Ich hafte unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Ebenso bleibt die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz unberührt.

Bei einfacher Fahrlässigkeit hafte ich nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Nutzung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung du regelmäßig vertrauen darfst; in diesem Fall ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Eine darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen.

Insbesondere übernehme ich keine Haftung für Bußgelder, Verwarnungen oder sonstige behördliche Maßnahmen, die daraus entstehen, dass du einen Weg befahren hast, sowie für Schäden an Fahrzeug, Ausrüstung oder Gelände. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten meiner Erfüllungsgehilfen.

9. Fehler melden

Wenn dir eine falsche Einstufung auffällt, sag mir bitte Bescheid: info@bywaysnavi.com. Das hilft nicht nur Byways, sondern lässt sich in vielen Fällen auch direkt in OpenStreetMap korrigieren — davon haben dann alle etwas.